Dienstag, 9 Oktober 2007

Update Umzug

In der neuen Blogadresse hat sich ein Fehler eingeschlichen. Richtig muss es lauten:

www.blogsatz.info

Montag, 8 Oktober 2007

BlogSatz zieht um

Ab jetzt blogge ich unter www.BlogSatz.info. Die werte Leserschaft bitte ich nun, ihre Lesezeichen und RSS-Feeds an die neue Adresse anzupassen. Danke.

Freitag, 5 Oktober 2007

Eine Dienstfahrt

Am Dienstag musste ich – vertretungsweise – zu dem knapp 40 km entfernten Zollamt fahren, um dort einige Sachen verzollen zu lassen. Das ist an sich nicht weiter schlimm oder spektakulär. An diesem Tag waren allerdings sämtliche Firmenautos schon unterwegs. Nein, das heißt nicht, dass ich mit meinem privaten PKW fahren sollte. Kurzerhand wurden mir die Schlüssel vom Wagen des Geschäftsführers gegeben, mit seinem Einverständnis, und wenig später fuhr ich also mit einem Automobil der gehobenen Klasse.

Es war schön anzusehen, wie manche Leute komisch geguckt haben, als die Autotür sich öffnete und jemand im "Blaumann" ausstieg. Einfach köstlich!

Sonntag, 30 September 2007

Online-Bibliothek

Ab heute gibt es eine neue Bibliothek, respektive ein Lexikon, welches unter der Adresse www.zeno.org zu erreichen ist. Zeno ist ein Ableger der Digitalen Bibliothek, mit dem Unterschied, dass bei Zeno die Inhalte kostenfrei sind.

Nach eigenem Bekunden ist es „die größte Online-Bibliothek im deutschen Sprachraum“. Neben den Inhalten der Wikipedia stehen noch verschiedene ältere Lexika, wie der Brockhaus von 1908 oder Pierer’s Universal-Lexikon von 1865, zur Verfügung. Im Wettstreit um die meisten urheberrechtsfreien Bücher steht Zeno mit dem Projekt Gutenberg.de, welches schon seit einigen Jahren Literatur zum Onlinelesen anbietet. Das neue Portal beherbergt auch noch „40.000 Meisterwerke“, eine Sammlung von Gemälden, Grafiken und Zeichnungen der berühmtesten Künstler.

Vincent van Gogh: Bauernhütten in Auvers

Montag, 24 September 2007

Fontane

Neueste Väterweisheit

Zieh nun also in die Welt,

Tue beharrlich, was dir gefällt,

Werde keiner Gefühle Beute,

Meide sorglich arme Leute,

Werde kein gelehrter Klauber,

Wissenschaft ist fauler Zauber,

Sei für Rothschild statt für Ranke,

Nimm den Main und laß die Panke,

Nimm den Butt und laß die Flunder,

Geld ist Glück, und Kunst ist Plunder,

Vorwärts auf der schlechtsten Kragge,

Wenn nur unter großer Flagge.

Pred’ge Tugend, pred’ge Sitte,

Millionär ist dann das dritte,

Quäl dich nicht mit »wohlerzogen«.

Vorwärts mit den Ellenbogen,

Und zeig jedem jeden Falles:

»Du bist nichts, und ich bin alles.«

Theodor Fontane

Montag, 24 September 2007

Die Personenkennzahl

Bei einer Umfrage in Sachsen-Anhalt von Infratest dimap stellte sich heraus, dass 23 % der eintausend befragten Bürger die DDR zurückhaben wollen. Sie wollen bestimmt nur keine Fingerabdrücke abgeben!

Nun habe ich keinen biometrischen Reisepass, sondern nur – ich bin dazu verpflichtet – einen ganz normalen Personalausweis. Die Debatte um die Einführung einer Personenkennzahl, früher hieß das auch PKZ, hat sich ja schnell gelegt. Dafür sollen wir als Nächstes auch Personalausweise bekommen, welche dann zwei versteckte Fingerabdrücke beherbergen. Soweit waren wir damals in der DDR noch nicht. Wir hatten nur die PKZ im Ausweis aufgedruckt. Jeder ab 16 Jahren ist verpflichtet, solch ein Dokument zu besitzen. Also hat der Staat, in absehbarer Zeit, die größte Fingerabdruckdatenbank. Manchmal sehe ich mir im Fernsehen einen Kriminalfilm an. Da müssen die Verdächtigen ihre Fingerabdrücke abgeben. Wenn dann mein Personalausweis ausläuft, komme ich mir ja wie ein Krimineller vor: „Bitte gehen Sie zum Erkennungsdienst, er wird ihre Fingerabdrücke nehmen.“ Wo führt das noch hin? Sind denn alle über 16 Jahren potenzielle Verdächtige, denen der Sinn nach Straftaten steht? Herr Datenschutzbeauftragter, schieben Sie diesem Treiben einen Riegel vor, bitte!

Montag, 24 September 2007

Lehrreiches Fernsehen

 Vorhin sah ich einen Bericht der ARD über die Ostsee. Einerseits hat es mich interessiert, ob nicht das Prielkrokodil mittlerweile einen Weg von seiner Heimat Nordsee zu dem östlichen Nachbarmeer gefunden hat, andererseits erhoffte ich mir Bilder meines langjährigen Urlaubsdomizils – dem Strand von Usedom, speziell der des Ortes Zinnowitz . Das Prielkrokodil habe ich nicht gesehen. Dafür konnte ich erfahren, dass der Steinbutt nicht von Beginn seines Lebens platt durchs Wasser schwimmt, sondern erst später umkippt.

Donnerstag, 20 September 2007

Ein Gedicht

 

Wo?

 

Wo wird einst des Wandermüden

Letzte Ruhestätte sein?

Unter Palmen in dem Süden?

Unter Linden an dem Rhein?

 

Werd ich wo in einer Wüste

Eingescharrt von fremder Hand?

Oder ruh ich an der Küste

Eines Meeres in dem Sand?

 

Immerhin! Mich wird umgeben

Gotteshimmel, dort wie hier,

Und als Totenlampen schweben

Nachts die Sterne über mir.

 

Heinrich Heine

Montag, 17 September 2007

Ein anderes Buch

Das Buch, welches ich heute vorstelle, steht weitab der sonst gelesenen Romane und Erzählungen. Ein Sachbuch. Da ich vor einiger Zeit bemerkt habe, dass meine Billigwetterstation die reinsten Fantasiewerte anzeigt; eigentlich ist es auch gar keine richtige Wetterstation, sie zeigt nur Außentemperatur und Luftfeuchte an, sowie die Innentemperatur, und ich mich noch nicht zum Kauf eines genaueren und besseren Modells entschließen konnte, musste halt wieder ein Buch herhalten. Für einen Laien, wie ich es einer bin – der Wetterbericht sagt mir, wie es werden könnte, oder ich sehe aus dem Fenster: aha, es regnet – der richtige Einstieg in die Thematik der Meteorologie. Deshalb auch die längere Schreibpause: ich musste Wolken gucken! In dem Wetterbüchlein werden für einen Anfänger die Entstehung der verschiedenen Wolken und Luftmassen sowie der daraus resultierenden Wetteränderungen verständlich erklärt. Dazu noch Wetterphänomene, welche man bei bestimmten Wolkenarten am Himmel sehen kann. Weiterhin wird mit verschiedenen falschen Ansichten aufgeräumt, die sich im Lauf der Jahrzehnte in unseren Köpfen manifestiert haben. Abgerundet wird das kleine Buch durch ein Glossar und eine Übersicht über die Wolkenarten.

Aus dem Klappentext: Wie wird das Wetter? Mit Hilfe dieses Buches kann man die Antwort auf eine der beliebtesten Fragen selbst geben. Jörg Kachelmann und Siegfried Schöpfer erklären anschaulich und verständlich wie das Wetter entsteht und wie man es durch Beobachtung der Wolken selbst vorhersagen kann.

Erschienen im Rowohlt Verlag, ISBN: 9783499620898

Dienstag, 11 September 2007

Mir ist zum K…..!

Riesige Schlagzeilen in verschiedenen Tageszeitungen: „Eva Herman beim NDR gefeuert“. Gut, über ihre Äußerungen kann man streiten. Doch gehört das wohl zur künstlerischen Meinungsfreiheit.

Doch wo bleiben die großen Aufmacher: „Über 200.000 gesunde Enten ermordet!“ Den meisten nur eine kleine Randnotiz wert.

Nein, die Geflügelhöfe hatten keinen einzigen Fall mit Vogelgrippe, alles nur vorsorglich. In zwei bayerischen Zuchtbetrieben sind einmal 25.000 und 180.000 Tiere „gekeult“ worden. Pro Stunde ZEHNTAUSEND notgeschlachtete Enten. Ein guter Schnitt. Montagabend fertig. Zwei Elektroschockanlagen, eine Vergasungsanlage, und das grausige Werk ist vollbracht. Nur, weil die Betriebe mit anderen Zuchtanlagen Kontakt hatten.

Ich kenne jemand, der jemand kennt, welcher MRSA-positiv ist (Irgend so ein bisschen Bakterien, bei Kontakt ist Schutzkleidung erforderlich). Werden wir jetzt gekeult? Muss ich meines Lebens fürchten? Und was ist mit all den Leuten, die ich kenne? Wird die ganze Stadt hier ausgerottet, vorsorglich, als Schutzmaßnahme?

Aber was sind schon zweihunderttausend Enten wert. Bisschen Verlust für die Firma, Versicherungssumme kassiert – kann man sich dagegen versichern? – und neue Entenküken gekauft. Und das Spiel beginnt von vorn. Wie der Titel schon sagt: Mir ist zum Kotzen!